Lebenskrisen

 

Tiefs, die immer auch eine große Chance enthalten 

 

Im Leben eines jeden Menschen gibt es Höhen und Tiefen. Krisen, die es zu lösen gilt, Wünsche, die uns versagt, Prüfungen, die nicht bestanden werden, Arbeit, die wir verlieren, Unfälle, die wir verkraften müssen, Trennungen, die uns treffen, bis hin zum Tod von uns nahestehenden Menschen, der verarbeitet werden will, ........ die Liste könnte beliebig verlängert werden.

 

Meistens schaffen wir die Verarbeitung solcher Ereignisse, kommen irgendwie darüber hinweg, auch wenn es seine Zeit dauert. Manchmal aber haben wir damit erhebliche Schwierigkeiten, in seltenen Fällen scheitern wir an einer schweren Aufgabe sogar gänzlich. Ganz besonders wenn uns mehrere „Schicksalsschläge” gleichzeitig treffen, sind oft Depressionen die Folge.

 

Die Überwindung wirklich schwerer Lebenskrisen ist des öfteren eine lebenswichtige Angelegenheit. Sie holt uns manchmal sogar aus Sackgassen unseres Lebensweges, in denen wir sonst gänzlich stecken geblieben wären, ändert unsere Lebensqualität entscheidend.

Wenn dies glückt, kommen wir aus solchen be- und durchgestandenen Lebenstiefs auch immer gestärkt hervor, mit mehr Lebenserfahrung und einer reiferen Persönlichkeit.

 

Immer aber können wir in solchen Zeiten Hilfestellungen gut gebrauchen. Hilfe um die Krise schneller zu überwinden, den Konflikt zu lösen, die Depression hinter uns zu lassen, kurz gesagt unser Leiden zu beenden, zumindest aber zu lindern. Und damit auch die Blockaden und Behinderungen, die uns solche Ereignisse bescheren, die Einschränkung unserer Möglichkeiten, unserer Lebensqualität.

 

Ein Thema, dessen Bedeutung nach meiner Beobachtung immer wichtiger wird, sind die Bedeutung unserer Eltern und Ahnen. Innerhalb der Ahnenreihe werden bestimmte Dinge „weitergegeben“, so z. B. bestimmte Emotionen wie Zorn oder Wut, ungelöste Thematiken, seelische Verletzungen und traumatische Erlebnisse (z.B. Kriegs- bzw. Fluchterlebnisse der Großeltern).

 

Jedermann weiß, dass es Gene gibt, die eine Menge Eigenschaften von uns festlegen (z.B. die Größe, die Augen- oder Haarfarbe usw.). Was kaum bekannt ist, dass unsere Genetik gesteuert wird durch ein darüber liegendes System, genannt die Epigenetik.

Methylgruppen, die sich an Gene anlagern, können so verhindern, dass diese gelesen werden. Histone können sich um Teile unserer DNA wickeln und so gezielt steuern, welche Teile unserer DNA für uns verfügbar sind und überhaupt gelesen werden können.

Damit wird auch unsere Persönlichkeit beeinflußt. Diese epigenetischen Veränderungen (z. B. durch traumatische Erfahrungen) werden physisch und materiell an unsere Nachkommen weitergegeben und vererbt. Sie sind chemisch nachweisbar.

 

Ein weiters wichtiges Thema sind Treue- oder Loyalitätsverträge, die wir unseren Eltern geben (z.T. schon im Mutterleib), denn jedes Kind hat die feste Absicht, den Eltern ihre Situation zu erleichtern. Das Kind schließt diese Verträge natürlich unbewusst ab, in dem Irrglauben, den Eltern damit zu helfen.

Um ein Beispiel zu nennen, könnte ein Treuevertrag eines kleinen Mädchens gegenüber ihrer unglücklichen Mutter so lauten:“Mutter, ich verspreche Dir, niemals glücklicher in einer Beziehung zu werden als Du es geworden bist!“ In dem Irrglauben, der Mutter das Leid zu ersparen, durch das Kind gezeigt zu bekommen, dass man in einer Beziehung auch glücklich werden kann, sie also quasi „versagt“ hat.

 

 

Hilfe in solchen Lebenskrisen ist möglich, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit. Oft in einer einzigen Behandlung, manchmal mit mehreren - jedoch relativ wenigen - Sitzungen. 

Stefan A. R|chter

Praxis für ganzheitliche Behandlung